Ein Messer entsteht

Ein Messer entsteht

 

Wissenswertes über Damaszenerstahl und die Herstellung von Damastmessern.

Was ist Stahl?

Damast ist ein Kombinationswerkstoff aus Stahl mit hohem Kohlenstoffanteil und Stahl mit geringem Kohlenstoffanteil.

Reines Eisen ( FE ) schmilzt bei 1538°C und ist verhältnismäßig weich. Durch die Zugabe von Kohlenstoff entsteht die Legierung, die wir Stahl nennen. Stahl ist ab einem Kohlenstoffgehalt von 0,5% härtbar und lässt sich ab 2% nicht mehr Schmieden bzw. Härten. Moderne Werkzeugstähle enthalten, je nach Verwendungszweck, noch andere Legierungselemente wie z. B. Vanadium, Chrom oder Mangan.

Historie:

Um das Jahr 1500 v. Chr begannen die Menschen in Anatolien mit der Verhüttung von Eisen. Diese Erfindung wird den Hethitern zugeschrieben. Ihr Wissen erreichte aber erst um 500 v.Chr Mitteleuropa.

Früh bemerkten die Menschen, dass Eisenwaffen in der bewaffneten Auseinandersetzung einen Vorteil ergaben.

Probleme ergaben sich allerdings dadurch, dass es nur schwer möglich war, sehr kohlenstoffarmen oder aber kohlenstoffreichen Stahl zu erzeugen. Schwerter mit kohlenstoffarmen Stahl verbogen, Schwerter mit Kohlenstoffreichen Stahl brachen.

Man kam auf die Idee beide Materialien zu mischen; auf diese Weise entstanden Klingen aus Damast, welche flexibel und gleichzeitig hart waren.

Wahrscheinlich wurden Waffen aus diesem Material vermehrt in Damaskus gehandelt. Die Stadt war seit dem Mittelalter eine große Handelsmetropole. Man kann davon ausgehen, dass sich der Begriff Damast für den Stahl dieser orientalischen Waffen schon seit dem frühen Mittelalter etabliert hat.

Das Damastschmiedeverfahren wurde angewandt, bis man in der Lage war, Stahl gezielt nach seinen Eigenschaften zu verhütten. So wurde dieses Verfahren verdrängt. Die Technik des Damastzierens wurde zunehmend vergessen und wird heute nur von wenigen Schmieden beherrscht.

Eine Ausnahme stellen die Schwerter der Samurai dar, die seit jeher in Damasttechnik gefertigt werden.

In den vergangen Jahren beschäftigen sich wieder mehr Schmiede mit dem Thema Damast, da das Interesse an handgefertigten Einzelstücken in Schmiedearbeit zugenommen hat. Eine Damastklinge verbindet sehr gute Schneideigenschaften mit einem schönen optischen Reiz.

 

Die Technik:


Voraussetzung für die Herstellung von Damast ist das Beherrschen des Feuerschweißverfahrens.


Die harten und weichen Stahlsorten werden als kleine Plättchen abwechselnd zu einem Paket übereinander geschichtet. Die Anzahl der Plättchen oder Lagen muss immer ungerade sein, damit das weichere Material außen liegt.


Das Paket wird nun im Schmiedefeuer langsam erwärmt, bis es sich auf Schweißtemperatur befindet. Vorher wird es noch mit einem Flussmittel bestreut, um zu verhindern, dass es mit Sauerstoff in Berührung kommt. Ist das Paket auf Schweißtemperatur, befindet es sich in einem Zustand der weder fest noch flüssig ist und als teigig bezeichnet wird. Nun wird es aus dem Feuer entnommen und auf dem Amboss mit leichten Hammerschlägen verschweißt. Hiernach wird das Paket lang ausgeschmiedet, in der Mitte eingeschrotet und gefaltet. Es erfolgt die nächste Feuerschweißung. Geht man von, einen Paket mit 7 Lagen aus, so hat man nun auf 14 verdoppelt. Diesen Vorgang wiederholt man, bis die gewünschte Lagenzahl erreicht ist. Wünscht man ein Paket mit 224 Lagen, muss man es also fünfmal falten.


Feuerschweißen ist die älteste bekannte Schweißmethode. Dabei werden die zu verbindenden Metalle im Feuer unter Luftabschluss in einen teigigen Zustand gebracht und anschließend durch großen Druck, zum Beispiel durch Hammerschläge, miteinander verbunden. Diese dürfen anfangs nicht zu stark sein, da sonst die zu verbindenden Teile wieder auseinander geprellt werden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Schweißmethoden wird der Stahl hierbei nicht aufgeschmolzen. Luftabschluss ist nötig, damit die Oberflächen bei Schweißtemperatur (1000 bis 1300 °C) nicht oxidieren. Ursprünglich wurde Luftabschluss durch feinkörnigen Flusssand erreicht, wobei es schwierig war, einen solchen Sand mit dem richtigen Schmelzpunkt zu finden. Heutzutage benutzt man Borax als Flussmittel welches sich wie eine flüssige Haut über die Stahlteile legt und diese dadurch vor Oxidangriff schützt. Mit dem Feuerschweißverfahren wurden früher vom Schmied alle Schweißungen bis zur Erfindung des Schweißgeräts um 1887 durchgeführt.

Damaststahl, Damaststahlpaket, Damaszener Stahl

Schmied am Amboss, Uwe Tittel Schmied in Schleswig Holstein

Uwe Tittel der Schmied am Amboss formt das Schmiedeeisen in der Schlei Schmiede Schleswig in Schleswig-Holstein am Schmiedefeuer.

Der Schmied Uwe Tittel aus Schleswig-Holstein schmiedet ein Damaszener Stahl unter dem Lufthammer zu einem Kochmesser aus. Eine aufwendige Schmiedearbeit.

Der Schmied Uwe Tittel aus Schleswig-Holstein schmiedet ein Damast Stahl zu einem Kochmesser aus. Eine aufwendige Schmiedearbeit.

Der Schmied Uwe Tittel aus Schleswig-Holstein in Schleswig schmiedet ein Santoku Kochmesser aus Damaszener Stahl zu einem Kochmesser aus. Eine aufwendige Schmiedearbeit.

Kochmesser und Jagdmesser aus Damaszener Stahl eine Schmiedearbeit der Messerschmiede Schleswig in Schleswig-Holstein


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